JÄGERSCHLAG

 

„Der erste Schlag soll Dich zum Jäger weih’n

Der zweite Schlage soll dir die Kraft verleih’n

zu üben stets das Rechte

Der dritte Schlag soll Dich verpflichten,

nie auf die Jägerehre zu verzichten!“

 

Der Jägerschlag hat seinen Ursprung im Berufsjägertum des 18. Jahrhunderts. Damals wurde der Jungjäger von seinem Lehrprinzen mit einer letzten Ohrfeige und dem Überreichen des Hirschfängers nach der Lehrzeit in den Berufsstand eingeführt.

Später entwickelte sich daraus der noch heute übliche Brauch, den jungen Jäger ähnlich dem Ritterschlag zum Jäger zu schlagen. Entsprechend dem o.g. traditionellen Jägerspruch wird der junge Jäger dreimal mit einem Hirschfänger auf Schulter und Oberarm berührt.

Gleichzeitig wird mit der Überreichung des Jägerbriefes die traditionelle Aufnahme in die Jägerschaft besiegelt.

Jägerschlag

Am 22. November wurden die Absolventen des Kurses 2025 traditionell mit
dem Jägerschlag in den Kreis der Jäger aufgenommen .
Die Vorstandschaft der Kreisgruppe und die Ausbilder wünschen den jungen Jägerinnen
und Jägern stets guten Anblick und Waidmannsheil.

Zwischen Tradition und Verantwortung – meine Ausbildungszeit an der Jagdschule Fumbach

Im Mai 2025 schlug für mich ein neues Kapitel auf: Meine jagdliche Ausbildung an der Jagdschule Fumbach in Pirmasens – ein Weg, der mich nicht nur fachlich geprägt, sondern mich tief mit Tradition und Leidenschaft verbunden hat.
Wer den Jagdschein machen möchte, steht schnell vor einer grundlegenden Entscheidung:
Wählt man den schnellen Weg im „Crashkurs“ oder entscheidet man sich für eine Ausbildung, die Zeit, Tiefe und Bewusstsein zulässt?
Ich habe mich ganz bewusst für die Jagdschule Fumbach in Pirmasens entschieden.
Nicht, weil der schnelle Weg unmöglich gewesen wäre, sondern weil Jagd für mich mehr bedeutet als Prüfungsfragen und Paragrafen. Sie ist Tradition, Verantwortung, Gemeinschaft – und gelebtes Waidwerk.
In den Monaten zwischen Mai und November 2025 habe ich erlebt, wie wertvoll es ist, Zeit zum Lernen, zum Begreifen und zum Hineinwachsen zu haben.
Warum kein „Crashkurs“?
Die Entscheidung gegen einen Crashkurs war für mich auch eine Entscheidung für Kameradschaft. Durch meine Zeit in der Fumbach sind Kontakte, Verbundenheit und gegenseitige Unterstützung entstanden. Diese Gemeinschaft hat das Lernen getragen und geprägt.
So wächst man Schritt für Schritt in Jagd und Waidwerk hinein. Tradition, Kameradschaft und gelebtes Waidwerk.
Besonders wertvoll waren für mich drei Punkte:
– gelebte Tradition und Respekt zur Jagd
– Kameradschaft innerhalb der Ausbildungsgruppe
– das Bewusstsein für die Verantwortung der Jagd in der heutigen Zeit
Während der Jagdschein-Ausbildung haben wir vielen Geschichten aus vergangenen Jagderlebnissen gelauscht. Diesen Berichten habe ich immer gerne zugehört – in der Hoffnung, eines Tages eigene Erfahrungen weitergeben zu können.
Auch deshalb möchte ich mich künftig gern selbst an der Jagdschule engagieren, um diese Werte weiterzugeben und die nächste Generation auf ihrem Weg in die Jagd zu unterstützen.

Neue Generation – neue Gedanken
Mit jüngeren Jägerinnen und Jägern kommen auch neue Impulse und neue Denkweisen hinzu. Das ist keine Abkehr von Tradition, sondern eine Weiterentwicklung des Waidwerks.
Wichtig bleiben: Respekt vor dem Wild, Verantwortungsbewusstsein und Verlässlichkeit im jagdlichen Handeln.
Jagd und Social Media gehen in vielen Bereichen mittlerweile Hand in Hand.
Auch ich teile auf meinem Instagram-Account (@fuerstin_des_waldes) ausgewählte Einblicke aus meinem jagdlichen Alltag.
Wer sich damit befasst, weiß, dass das Thema Jagd sehr emotionsbehaftet ist und man mitunter auf Ablehnung stoßen kann.
Meiner Meinung nach entsteht jedoch gerade in der heutigen Zeit die Chance, aufzuklären, Einblicke zu ermöglichen, verantwortungsvolles Jagen sichtbar zu machen und das Bild der Jagd sachlich und wertschätzend mitzuprägen.
Wer öffentlich über Jagd spricht, trägt Verantwortung und kann einen wichtigen Beitrag zur Wahrnehmung der Jagd leisten.

Gemeinschaft, die bleibt
Diese Ausbildungszeit war prägend – fachlich und persönlich. Sie hat mir gezeigt, was Jagd im Kern bedeutet: Respekt, Verantwortung und Haltung.
Mein besonderer Dank gilt allen Ausbildern und Menschen, die uns auf diesem Weg begleitet haben und insbesondere Herrn Helmut Vogt für seine Organisation, seine Leidenschaft und seinen unermüdlichen Einsatz.
Waidmannsheil.

Jana FABER, Kursobfrau 2025

Die erfolgreichen Absolventen des Ausbildungskurses 2025

Hinten v. l.: Wendel Nico, stv. KGV Pfundstein Ulrich, Angermeier Sebastian, KJM Henner Rolf, Rindchen Gerd, Krolo Maximilian, Zimmermann Jörg. Unten v. l.: Vogt Helmut, Dörr Christian, Hohenstein Dana, Faber Jana, Blaut Christof und Wendel Michael.

Die erfolgreichen Absolventen des Ausbildungskurses 2024 Foto: Charlotte Hoffmann
Die erfolgreichen Absolventen des Ausbildungskurses 2023
Die erfolgreichen Absolventen des Ausbildungskurses 2022
Die erfolgreichen Absolventen des Ausbildungskurses 2021
Die erfolgreichen Absolventen des Ausbildungskurses 2021
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Die erfolgreichen Absolventen des Kurses 2011