


Jägerabend September 2026
Wald und Wild gemeinsam denken – Jägerabend im Felsalbtal
Forst und Jägerschaft betrachten Wald und Wild mitunter aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Während für Jägerinnen und Jäger ein gesunder und artenreicher Wildbestand eine wichtige Rolle spielt, stehen im Forst zugleich die langfristige Entwicklung und Stabilität des Waldes im Fokus. Gerade daraus entstehen immer wieder unterschiedliche Einschätzungen, aber auch die Chance für einen wertvollen Austausch.
Unser Jägerabend der Jägerschaft Zweibrücken am 3. September zeigte vor allem eines: Wie wertvoll es ist, miteinander statt übereinander zu sprechen.
Gemeinsam mit Florian Kemkes, Leiter des Forstamtes Westrich, und Revierleiterin Maria Jäger ging es zu einem Rundgang durch das Revier Felsalbtal.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich der Klimawandel auf unsere Wälder auswirkt und welche Rolle die Bejagung dabei spielt.
Im Revier angekommen zeigte uns Herr Kemkes an einer Baumscheibengrafik, wie sich die Jahresmitteltemperaturen innerhalb der Lebensspanne eines einzigen Baumes verändert haben.
Auch früher gab es überdurchschnittlich warme Jahre. Auffällig ist heute jedoch die Häufung besonders warmer und extremer Jahre.
Für den Wald ist diese Geschwindigkeit problematisch, denn ein Generationswechsel dauert oftmals 100 bis 200 Jahre. Waldökosysteme haben kaum die Möglichkeit, sich kurzfristig an die rasanten Veränderungen anzupassen.
Gleichzeitig weiß heute niemand sicher, welche Baumarten mit den klimatischen Bedingungen der Zukunft am besten zurechtkommen werden.
Das Ziel im Forst lautet deshalb: Möglichst große Baumartenvielfalt und damit Risikostreuung.
Im Felsalbtal und auch in den Wäldern rund um Zweibrücken sind die Voraussetzungen vergleichsweise gut. Bereits heute gibt es eine breite Palette an Baumarten und gute Standortbedingungen. Diese Vielfalt soll möglichst erhalten und vor allem über Naturverjüngung gesichert werden.
Ob diese gelingt, hängt von mehreren Faktoren ab. Wasserverfügbarkeit und Witterung lassen sich kaum beeinflussen, Lichtverhältnisse können durch Durchforstung gesteuert werden – und auch der Einfluss des Wildes spielt eine wichtige Rolle.
Ein hoher Verbissdruck durch Rehwild kann dazu führen, dass sich bestimmte Baumarten langfristig aus der Verjüngung zurückziehen. Entscheidend ist aus Sicht des Forstes deshalb nicht allein eine konkrete Stückzahl, sondern das Waldbild.
Im Felsalbtal gilt ein Wildbestand dann als angepasst, wenn sich auch verbissgefährdetere Arten wie Weißtanne, Eiche und Eibe erfolgreich verjüngen können.
Das Revier umfasst rund 330 Hektar, davon etwa 300 Hektar Wald. Seit rund 15 Jahren wird das Rehwild dort konsequent über Einzeljagd und zwei Drückjagden pro Jahr bejagt. Die durchschnittliche Strecke liegt zwischen 15 und 20 Stück Rehwild je 100 Hektar.
Mindestens genauso wichtig wie die fachlichen Inhalte war jedoch der Austausch selbst.
Florian Kemkes nahm sich während des Rundgangs viel Zeit für die Fragen der anwesenden Jägerinnen und Jäger und erläuterte die Hintergründe der forstlichen Entscheidungen sehr offen. Dadurch entstand kein „Forst gegen Jagd“, sondern ein wertschätzender Austausch über unterschiedliche Perspektiven.
Und genau darin lag vielleicht die wichtigste Erkenntnis des Abends:
Ein gesunder Wildbestand und ein zukunftsfähiger Wald müssen keine Gegensätze sein.
Unterschiedliche Sichtweisen wird es weiterhin geben und das ist auch gut so.
Entscheidend ist, miteinander im Gespräch zu bleiben und Verständnis für die Ziele der jeweils anderen Seite zu entwickeln.
Für einen vielfältigen Wald – mit Wild als selbstverständlichem Teil dieses Ökosystems.
Sommerfest Juni 2026
Am 11.06.2026 trafen sich wieder über 60 Zweibrücker Jägerinnen und Jäger nebst Anhang zum traditionellen Sommerfest im Vereinsheim des RSV2000 in Contwig.
Nach Eröffnung durch unsere Bläsergruppe begrüßte Vorsitzende Barbara Hemmerling-Müller die zahlreichen Gäste.
Stv. Vorsitzender Joachim Kropp erinnerte an die Gründung der Zweibrücker Jägerschaft vor 75 Jahren und verlaß das Gründungsprotokoll der damaligen Kreisgruppe Zweibrücken.
Im Verlaufe des Abends ehrte Hemmerling-Müller nachträglich Herrn Herbert Carius für seine 60jährige Mitgliedschaft.
Metzgermeister Heinrich Grim sorgte dieses Jahr für unser leibliches Wohl mit allerlei Köstlichkeiten. Das Team des RSV2000 um Thomas Müller sorgte wieder für ausreichend Getränkenachschub. Organisiert wurde der Abend von unserer Schatzmeisterin Bärbel Stalter. Vielen Dank, Euch!
Wieder einmal mehr ein gelungenes Fest.
Umrahmt wurde der Abend von der Bläsergruppe Zweibrücken, bei der wir uns ebenfalls herzlich bedanken möchten.
Und wir bedanken uns auch ausdrücklich für alle Kuchenspenden.

Jägerabend Mai 2026
Die Zweibrücker Jägerschaft traf sich am 07.05.2026 zum Jägerabend in Contwig.
Die neue Vorsitzende, Barbara Hemmerling-Müller, begrüßte die anwesenden Jäger im Vereinsheim des RSV2000 Contwig e.V.
Danach startete stellvertretender Vorsitzender Joachim Kropp zu seinem Vortrag zum Thema Erste Hilfe und Prävention.
Er ging zunächst auf die Einhaltung der UVV, beim Bau und Überprüfung von Jagdeinrichtungen und den richtigen Umgang mit der Waffe als wichtige Pfeiler der Unfallvermeidung ein. Eine mögliche Menschenrettung soll bereits bei der Planung von Ansitzeinrichtungen bedacht werden. Zur Überprüfung stellte Kropp eine von ihm erstellte Checkliste vor (siehe Download). Er betonte wie wichtig es bei der Ansitzplanung sei, dass immer eine ortskundige Person Ansitzort und -dauer wisse und über Änderungen informiert ist. Generell sei es sinnvoll, dass Jagdkameraden Erkrankungen und Medikamente kennen um eine Lage entsprechend einzuschätzen. Er empfahl die Nutzung moderner Technik, wie Sturzerkennung und Notruf via Satellit durch Mobiltelefone.
Joachim Kropp erläuterte das Verhalten nach einem Unfall und demonstrierte die stabile Seitenlage und das Anlegen eines Druckverbandes.
Danach übergab er das Wort an seine Frau, Irmela Kropp, die als Ärztin einen Überblick über die wichtigsten Zoonosen und wie man sich davor schützen kann, gab. Sie erwähnte dabei auch auf die Gefahren für unsere vierbeinigen Jagdfreunde.
Nach kurzer Fragerunde begann der gesellige Teil des Abends.
Wir danken dem Team des RSV2000 für die Bewirtung.
Jägerabend Februar 2026
Die Zweibrücker Jägerschaft traf sich am 05.02.2026 zum Jägerabend in Contwig.
Vorsitzender, Hubert Lang, begrüßte die anwesenden Jäger im Vereinsheim des des RSV2000 Contwig e.V.
Danach startete Jagdkamerad Dieter Schwitzgebel zu seinem Vortrag zum Thema Fabrikation von Schinken.
Er erläuterte dabei die verschiedenen Arten des Pökelns, erklärte Naß- und Trockenpökelung und die dabei verwendeten Gewürze. Er betonte wie wichtig sauberes Arbeiten dabei ist.
Er ging auf die erforderliche Pökelzeiten und den Begriff des Nachbrennens ein.
Weiter wichtig sei die Temperatur beim Räuchern. Es gibt den Kalt- bzw. Heißrauch, was zu unterschiedlichen Ergebnissen führt.
Der Abend war eine sehr gute Ergänzung zu unserem Thema Wurst im letzten Jahr.
Wir danken dem Team des RSV2000 für die Bewirtung.


Jägerabend Oktober 2025
Am 09. Oktober traf sich die Zweibrücker Jägerschaft zum Jägerabend im Vereinsheim des RSV2000 Contwig e.V. in Contwig.
Hartmuth Zimmermann, Inhaber der Hundeschule Zimmermann und ehemaliger Obmann des Hundewesens in der Kreisgruppe, hielt uns an diesem Abend einen sehr interessanten Vortrag zum Thema Erste Hilfe beim Hund.
Wegen der zeitlichen Begrenzung, konzentrierte er sich dabei auf Verletzungssituationen.
Er zeigte zunächst die Gefahrenquellen für Hunde auf.
Zur Beurteilung der Verletzungen eines Hundes sei es wichtig die normalen Vitalwerte des Hundes zu kennen und in der Lage zu sein Abweichungen zu erkennen. Hierfür sei eine entsprechende „Kontaktaufnahme“ zum Hund wichtig. Er betonte hierbei, wie wichtig auch ein Maulkorbtraining hier für den Selbstschutz sei.
Zimmermann ging auf verschiedene Verletzungsarten und deren Auswirkungen auf den Hund ein und erläuterte erforderliche Maßnahmen. Am lebenden Objekt zeigte er verschiedene Verbände.
Wir danken dem Team des RSV2000 für die Bewirtung.
Unseren besonderen Dank geht aber an Dackelrüde Polo für die geduldige Bereitschaft als Anschauungsobjekt zu dienen. Die dicke Wurst hinterher hattest Du Dir redlich verdient!


